Ayurveda

 

Was ist Ayurveda?

Die Anfänge des Ayurveda lassen sich bis in die Zeit der vedischen Kulturepoche des alten Indien vor mehr als 7000 Jahren zurückverfolgen. Die weit entwickelte vedische Wissenschaft ging in allen Bereichen (Medizin, Architektur, Künste etc.) auf die Schau der Rishis zurück. Rishis waren die Seher und Weisen der damaligen Zeit, die in tiefer Meditation Wissen über Naturgesetze erkannten, der Veda. Dieses Wissen hatte auf alle gesellschaftlichen Bereiche Einfluss.

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Veda lässt sich als reines Wissen übersetzen, Ayus bedeutet Leben. Ayurveda bedeutet somit das Wissen vom Leben. Wenn man sich dies vor Augen führt, wird der Ursprung dieses Wissens klar und deutlich. Er liegt nicht in Indien, nicht in Asien. Er liegt im eigenen Selbst, einem Bereich stiller Bewusstheit, in der der Mensch die kosmische Seinsebene berührt und mit ihr eins wird.

Zunächst über Jahrtausende von Meister zu Schüler mündlich weitergegeben, wurde das vedische Wissen nach und nach aufgezeichnet.

Mit dem Ayurveda existiert ein vollständig integriertes System für Gesundheit und Langlebigkeit, die sowohl die physische, als auch die energetische Ebene berücksichtigt. Viele Heilwissenschaften beruhen auf diesem Wissen. Vital- und Akkupunkturpunkte der chinesischen Medizin beruhen zum Beispiel auf den ayurvedischen Marmapunkten. Auf der Grundlage des alten Wissens wurde in den letzten zwei Jahrzehnten umfassend erneuert um es auch in einer zeitgemäße Sprache zu formulieren.

Der Ayurveda beruht auf der 5 Elementen Lehre: Raum, Luft, Feuer, Wasser, Erde. Diese Elemente stehen für die materielle/physische Ebene. Die Zusammensetzung dieser Elemente verleiht jedem Individuum seinen eigenen unverwechselbaren Charakters, seine Physis und seine gesundheitlichen Konstitution (Stärken und Schwächen).

Erde – feste Zustand von Materie, es steht für Festigkeit, Stabilität, Starrheit, Rauheit und Form. Ihr zugeordnet ist der Geruchssinn, somit Nase sowie Hände.

Wasser – flüssige Zustand von Materie, er steht für Fließen und repräsentiert den Geschmackssinn, somit die Zunge und den Gaumen sowie die Füße.

Feuer – hat die Kraft einen Stoff vom festen, zum flüssigen und gasförmigen Zustand und wieder zurück zu transformieren. Feuer ist Form ohne Materie. Es steht für Transformation und Hitze. Ihm zugeordnet ist der Sehsinn, somit die Augen sowie die Geschlechtsorgane.

Luft – gasförmiger Zustand von Materie. Seine Charakteristik ist Bewegung, Ausdehnung und Dynamik. Luft existiert ohne Form. Ihr zugeordnet ist der Tastsinn, somit die Haut sowie der Anus.

Raum /Äther – ist das Feld aus dem alles geschaffen wird und zu dem alles wieder zurückkehrt. Der Raum in dem alles stattfindet. Raum hat keine physische Existenz. Es existiert nur als die Distanz, das sie Stoffe separiert. Er steht für fehlenden Widerstand und wird in Beziehung zum Gehör sowie Zunge und damit der Sprache gesetzt.

Die 5 Elemente werden zu den drei Doshas zusammen geführt.: Vata, Pitta und Kapha. Sie steuern alle körperlich-geistigen Vorgänge und stehen für die energetische Ebene.

Vata – Raum – Luft:

Er steht für Bewegung und Fluss und ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe in den Körperzellen und Eingeweiden. Er steuert aber auch das Wachstum, regelt die Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane und bewirkt Wachheit, Klarheit und Kreativität. Vata kontrolliert die beiden anderen Doshas und kann auch als „Schrittmacher“ der biologischen Aktivität , der Kommunikation und Stofftragsport im Körper reguliert, bezeichnet werden. Vata weist folgende Merkmale auf: trocken, kalt, leicht, unregelmäßig, mobil, dünn, rau.

Pitta – Feuer – Wasser

Pitta gilt mit seinem Hauptelement Feuer als Stoffwechselprinzip und ist zuständig für die Tätigkeiten des Verdauungssystems und des Stoffwechsels. Es regelt den Wärmehaushalt im Körper: Intellekt und emotionales Ausdruck sind ebenfalls eine Funktion von Pitta. Pitta weist folgende Merkmale auf: leicht ölig, warm, leicht, groß, flüssig, beweglich, scharf auf.

Kapha – Wasser – Erde

Kapha ist für die Körperstruktur und den Flüssigkeitshaushalt verantwortlich. Es steht für Zusammenhalt und Stabilität der Strukturen unseres Körpers und ist für die biologische Stärke, die Abwehrkräfte, verantwortlich. Die Merkmale von Kapha sind: ölig, kalt, schwer, stabil, zähflüssig, dicht, glatt, träge, langsam.

Die Doshas sind zwar in jeder Zelle unseres Körpers vorhanden, versammeln sich in bestimmten Körperregionen aber besonders.

Vata: Gehirn, Herz, Dickdarm, Knochen, Lunge, Harnblase, Niere, Knochenmark, Nervensystem

Pitta: Haut, Augen, Leber, Gehirn, Blut, Milz, Hormondrüse, Dünndarm

Kapha: Gehirn, Gelenke, Mund, Lymphe, Magen, Brustraum

Die sieben „Gewebe“ – die Dhatus

Dhatu bedeutet aufbauendes Gewebe und sind für den Aufbau unseres Körpers verantwortlich. Hierzu gehören, Funktion der verschiedenen Organe und Organsysteme, Entwicklung und Ernährung des Körpers. Da sie auch Bestandteil des Immunsystems sind ist das richtige, gute funktionieren so wichtig, damit wir nicht krank werden.

Rasa – Plasma, Zellflüssigkeit

Rakta – Blut(-system)

Mamsa – Muskelgewebe

Meda – Fettgewebe

Ashti – Knochengewebe

Majja – Knochenmark und Nervengewebe (-system)

Shukra – Samen und Eizellen

Alle Dhatus stehen in einem fortwährenden Umwandlungsprozess und sind somit voneinander abhängig. Befinden sich die Doshas im Ungleichgewicht betrifft dies unmittelbar die Dhatus, was Fehlfunktionen der Gewebe mit sich bringt. Dies ermöglicht dann die Entstehung von Krankheiten.

Srotas – Kanäle des Körpers

Für jedes Gewebe beschreibt Ayurveda ein eigenes Kanalsystem. Wie z.B. Versorgungssysteme (Bronchen und das Magen-Darm-System). Der Substanztransport in den Srotas kann zu stark, zu gering, blockiert oder Rückläufig sein. Hier gibt es ayurvedische Therapiemöglichkeiten.

 

Lead me from darkness into light

Lead me from untruth into truth

Lead me from mortality into immortality

 

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